Triple & Quadruple Witching
Triple Witching ist der dritte Freitag im März, Juni, September und Dezember, wenn drei Arten von Derivaten — Aktienoptionen, Aktienindexoptionen und Aktienindex-Futures — alle am selben Tag verfallen. Nimmt man Single-Stock-Futures hinzu (heute weitgehend Geschichte), spricht man von „Quadruple Witching". An diesen vier Tagen im Jahr sieht man einige der höchsten Umsätze des Jahres und einen Aktivitätsschub zum Handelsschluss, wenn riesige Positionen gleichzeitig abgewickelt, gerollt oder aufgelöst werden.
Den Iron Condor-Rechner öffnen →Was tatsächlich verfällt
Bei einem normalen Monatsverfall verfallen nur Aktien- und ETF-Optionen. An Witching-Tagen verfallen auch Indexoptionen (wie SPX) und Index-Futures zur selben Zeit, sodass das abzuwickelnde Open Interest weit größer ist. Weil Indexderivate von Fonds zur Absicherung riesiger Portfolios genutzt werden, bündelt das gleichzeitige Auflösen und Rollen viel Orderfluss in einer einzigen Sitzung.
Die „Witching Hour" ist die letzte Handelsstunde (etwa 15-16 Uhr US-Ostzeit), in der der Großteil dieser Abwicklung und Rollung stattfindet. Volumen und kurzfristige Volatilität können hochschnellen, und der Kurs kann rund um große Strikes hin- und herspringen, während die Absicherungen der Market Maker geschlossen werden.
Wann es passiert
Witching fällt auf den dritten Freitag der vier Quartalsschlussmonate: März, Juni, September und Dezember. Die übrigen Monatsverfälle im Quartal sind gewöhnliche Aktienoptionsverfälle, kein Witching.
Diese Termine sind lange im Voraus bekannt, an Witching ist also nichts überraschend — und genau deshalb ist jeder Effekt meist mechanisch und kurzlebig statt ein handelbarer Vorteil.
Ist es für Privatanleger relevant?
Für die meisten Privatanleger lautet die ehrliche Antwort: größtenteils nein. Das zusätzliche Volumen kann Spreads verbreitern und zum Schluss hin unruhige Kursbewegungen erzeugen, weshalb es ein schlechter Zeitpunkt ist, bei wenig gehandelten Werten zum Marktpreis zu handeln. Doch der „Witching-Effekt" ist vor allem ein Liquiditäts- und Volumenereignis, kein verlässliches Richtungssignal.
Die praktischen Lehren sind klein und defensiv: Vermeiden Sie große Market-Orders in der letzten Stunde am Witching-Freitag, rechnen Sie mit breiteren Spreads und ruppigeren Kursen, und seien Sie sich bewusst, dass jede Position, die Sie bis zu diesem Verfall halten, mit dem Rest abgewickelt wird. Behandeln Sie es als Kalenderfakt zum Einplanen, nicht als Setup zum Traden.
- Triple Witching = Aktienoptionen, Indexoptionen und Index-Futures, die alle am selben Tag verfallen.
- Es passiert viermal im Jahr: am dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember.
- Volumen und kurzfristige Volatilität schnellen hoch, besonders in der letzten „Witching Hour".
- Für Privatanleger ist es ein Liquiditätsereignis, kein Richtungssignal — meiden Sie große Market-Orders zum Schluss.
Häufige Fragen
Was ist Triple Witching?
Es ist der Tag, viermal im Jahr, an dem Aktienoptionen, Aktienindexoptionen und Aktienindex-Futures gleichzeitig verfallen — der dritte Freitag im März, Juni, September und Dezember. Die Überschneidung verursacht einen Volumenschub, besonders nahe dem Handelsschluss.
Was ist der Unterschied zwischen Triple und Quadruple Witching?
Die Begriffe werden fast synonym verwendet. „Quadruple" fügte Single-Stock-Futures als viertes verfallendes Produkt hinzu; da diese weitgehend verschwunden sind, sagen viele einfach Triple Witching, aber beide meinen dieselben vierteljährlichen Verfallstage.
Sollte ich an Triple-Witching-Tagen handeln?
Es gibt keinen verlässlichen Richtungsvorteil. Das zusätzliche Volumen bringt breitere Spreads und unruhige Kurse zum Schluss; die meisten Privatanleger fahren besser, wenn sie große Market-Orders in der letzten Stunde meiden und einfach wissen, dass ihre verfallenden Positionen an diesem Tag abgewickelt werden.
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