Open Interest vs. Volumen
Jede Optionskette zeigt neben jedem Kontrakt zwei Aktivitätszahlen: Volumen und Open Interest. Sie klingen ähnlich, messen aber verschiedene Dinge, und richtig gelesen zeigen sie dir, ob ein Kontrakt liquide genug ist, um ihn zu handeln, ohne beim Spread Geld zu verlieren.
Rechner öffnen →⧉ Diesen kostenlosen Rechner in Ihre Website einbetten →
Was jede Zahl misst
Das Volumen gibt an, wie viele Kontrakte am laufenden Handelstag den Besitzer gewechselt haben. Es setzt sich jeden Morgen auf null zurück. Open Interest ist die Gesamtzahl der noch offenen Kontrakte — erstellt, aber noch nicht geschlossen oder verfallen — und es aktualisiert sich einmal pro Tag.
Ein einzelner Trade kann sie unterschiedlich beeinflussen. Volumen steigt immer, wenn ein Kontrakt gehandelt wird; Open Interest steigt nur, wenn eine neue Position eröffnet wird, und fällt, wenn Positionen geschlossen werden, sodass beide Zahlen einen anderen Teil der Geschichte erzählen.
Wie sie zusammenwirken
Hohes Open Interest bedeutet einen tiefen Pool bestehender Positionen, was sich meist in engeren Geld-Brief-Spannen und leichteren Ausführungen niederschlägt. Hohes Tagesvolumen bestätigt, dass der Kontrakt gerade aktiv ist. Idealerweise willst du beides — einen liquiden Kontrakt, der auch heute gehandelt wird.
Ein Kontrakt mit hohem Open Interest, aber leichtem Volumen kann trotzdem gut handelbar sein; einer mit niedrigem Open Interest und niedrigem Volumen ist ein Warnsignal dafür, dass dich Ein- und Ausstieg einen weiten Spread kosten könnten.
So nutzt du sie vor einem Trade
Scanne vor dem Einstieg nach Strikes mit gesundem Open Interest und einer engen Geld-Brief-Spanne. Dünne Kontrakte zwingen dich, einen weiten Spread zu überwinden, was bei jedem Ein- und Ausstieg einen sofortigen, versteckten Kostenfaktor bedeutet.
Steigendes Open Interest zusammen mit einer Kursbewegung kann auch andeuten, dass neues Geld die Bewegung stützt, während fallendes Open Interest darauf hindeutet, dass Positionen aufgelöst werden — ein Zusatzsignal, das deine eigene Analyse ergänzt, aber nie ersetzt.
- Volumen = heute gehandelte Kontrakte (setzt täglich zurück); Open Interest = noch offene Kontrakte (aktualisiert täglich).
- Hohes Open Interest bedeutet meist engere Spreads und leichtere Ausführungen.
- Achte vor dem Handeln sowohl auf gesundes Open Interest als auch auf aktives Volumen.
- Dünne Kontrakte kosten dich bei jedem Trade durch eine weite Geld-Brief-Spanne.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Volumen und Open Interest?
Volumen zählt die am laufenden Tag gehandelten Kontrakte und setzt sich jeden Morgen auf null zurück. Open Interest zählt alle Kontrakte, die offen bleiben, und wird einmal pro Tag aktualisiert. Volumen zeigt die heutige Aktivität; Open Interest zeigt die gesamten ausstehenden Positionen.
Ist hohes Open Interest gut?
In der Regel ja — hohes Open Interest deutet auf einen liquiden Kontrakt mit engeren Geld-Brief-Spannen hin, was den Ein- und Ausstieg günstiger und einfacher macht. Es ist eines der ersten Dinge, die du auf Liquidität prüfen solltest.
Kann Open Interest höher als das Volumen sein?
Ja, und das ist meist der Fall. Open Interest sammelt sich über viele Tage an, während Volumen nur die heutigen Trades zählt, sodass ein etablierter Kontrakt typischerweise weit mehr Open Interest als Tagesvolumen hat.
Eine Optionskette lesenGewinnwahrscheinlichkeit & erwartete BewegungMoneyness: ITM, ATM & OTM
Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko. Datenschutzerklärung · AGB.