Moneyness
Wo der Strike relativ zum Kurs liegt — im, am oder aus dem Geld.
Die Moneyness beschreibt, wo der Strike einer Option im Verhältnis zum aktuellen Kurs des Basiswerts liegt. Ein Call ist in the money, wenn die Aktie über dem Strike notiert, at the money, wenn beide ungefähr gleichauf sind, und out of the money, wenn die Aktie darunter steht. Bei Puts dreht sich die Logik um. Das klingt nach einer Kleinigkeit, entscheidet aber darüber, wie viel der Premium echter innerer Wert ist und wie viel bloß Zeitwert, der wegschmilzt.
In der Praxis nutzen Trader die Moneyness als schnelle Einschätzung von Risiko und Verhalten. Steht SAP bei 150, ist ein 130er Call deep in the money und bewegt sich fast eins zu eins mit der Aktie (Delta nahe 1), während ein 180er Call out of the money, billig und im Grunde eine Wette auf eine schnelle Bewegung vor dem Verfall ist. Je weiter out of the money, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Option wertlos verfällt.
Ein häufiger Fehler ist es, billige out-of-the-money Optionen für ein Schnäppchen zu halten. Sie sind billig, weil der Markt sie für unwahrscheinlich hält, und Theta nagt jeden Tag an ihnen, solange der Basiswert stillsteht. Die Moneyness sagt dir, was du tatsächlich kaufst, nicht ob der Preis günstig ist.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.