Iron condor
Eine vierbeinige Strategie mit definiertem Risiko, die gewinnt, wenn die Aktie in einer Spanne bleibt — eine Wette auf geringe Bewegung.
Ein Iron Condor ist eine Strategie mit definiertem Risiko aus vier Legs: Du verkaufst einen Out-of-the-money Put Spread und einen Out-of-the-money Call Spread auf denselben Basiswert und Verfall. Dazwischen entsteht eine breite Gewinnzone. Du kassierst sofort ein Netto-Premium und behältst das meiste, solange der Kurs bis zum Verfall zwischen deinen beiden Short Strikes bleibt. Es ist eine Wette auf wenig Bewegung, nicht auf eine Richtung.
Angenommen, eine Aktie steht bei 100. Du verkaufst den 90er Put und kaufst den 85er Put, dann verkaufst du den 110er Call und kaufst den 115er Call. Endet der Kurs zwischen 90 und 110, verfallen alle Optionen wertlos und du behältst das Credit. Die gekauften Flügel begrenzen den maximalen Verlust, weshalb das sicherer ist als ein nackter Strangle.
Der typische Fehler ist, es für geschenktes Geld zu halten. Die Trefferquote wirkt hoch, doch ein einziger Ausbruch über die Flügel hinaus kann mehrere Monate kleiner Credits auslöschen. Achte auf Quartalszahlen und setze die Short Strikes nicht so eng, dass schon jede normale Schwankung die Position sprengt.
← Zurück zum Glossar · Ratgeber · Strategien
Alle Optionsbegriffe
Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.