Strangle
Wie ein Straddle, aber mit Call und Put an verschiedenen Strikes aus dem Geld — günstiger, braucht aber eine größere Bewegung, um auszuzahlen.
Bei einem Strangle hältst du gleichzeitig einen Call und einen Put auf denselben Basiswert mit derselben Fälligkeit, aber mit unterschiedlichen Strikes: einen out-of-the-money Call oberhalb des aktuellen Kurses und einen out-of-the-money Put darunter. Weil beide Optionen OTM sind, ist ein Strangle günstiger als ein Straddle, dafür muss sich der Kurs weiter bewegen, bevor eine der Seiten etwas einbringt.
Man kauft einen Strangle, wenn man eine starke Bewegung erwartet, aber die Richtung nicht kennt, oft rund um Quartalszahlen oder einen Produktstart. Angenommen, eine Aktie steht bei 100: Du kaufst den 110er Call und den 90er Put. Springt sie auf 125 oder fällt sie auf 75, deckt eine Seite die gezahlte Gesamtprämie mehr als ab. Verkäufer drehen das um und kassieren die Prämie, wenn sie mit einem Kurs in einer engen Spanne rechnen.
Die Falle ist die Zeit. Läuft die Aktie seitwärts, nagt der Theta an beiden Seiten und die implied volatility bricht meist direkt nach dem Ereignis ein, auf das du gesetzt hast. Selbst eine ordentliche Bewegung kann dich dann im Minus lassen. Die Bewegung muss groß und einigermaßen schnell sein, um die doppelte Prämie wieder hereinzuholen.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.