Call- vs Put-Optionen
Calls und Puts sind die zwei Grundbausteine jeder Optionsstrategie. Am einfachsten stellt man sie sich so vor: Ein Call ist wie ein Gutschein, der einen Preis zum KAUFEN einer Aktie festschreibt, und ein Put wie eine Versicherung, die einen Preis zum VERKAUFEN festschreibt. Ein Call wettet auf steigende Kurse; ein Put auf fallende. Eine Eselsbrücke: Call = das Recht zu kaufen („call it UP“ ↑); Put = das Recht zu verkaufen („put it DOWN“ ↓). Ob Sie sie kaufen oder verkaufen, ändert alles an Ihrem Risiko — es lohnt sich also, alle vier Grundpositionen zu verstehen.
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| Call | Put | |
|---|---|---|
| Sie erwarten | Steigende Kurse ↑ | Fallende Kurse ↓ |
| Das Recht zu… | zum Strike kaufen | zum Strike verkaufen |
| Käufer gewinnt, wenn | Kurs über Strike + Prämie | Kurs unter Strike − Prämie |
| Max. Verlust (Käufer) | die gezahlte Prämie | die gezahlte Prämie |
| Max. Gewinn (Käufer) | sehr groß (Aktie kann weiter steigen) | groß (bis zu einer 0-$-Aktie) |
Was ist eine Call-Option?
Ein Call gibt dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht, 100 Aktien zu einem festen Strike vor dem Verfall zu kaufen. Sie kaufen Calls, wenn Sie einen Anstieg der Aktie erwarten.
Der Kauf eines Calls hat begrenztes Risiko (die gezahlte Prämie) und theoretisch unbegrenztes Aufwärtspotenzial. Der Verkauf eines Calls kassiert eine Prämie, geht aber Risiko ein, wenn die Aktie steigt — unbegrenzt, wenn der Call nackt ist, begrenzt, wenn er durch Aktien gedeckt ist.
Was ist eine Put-Option?
Ein Put gibt dem Käufer das Recht, 100 Aktien zum Strike zu verkaufen. Sie kaufen Puts, um von einer fallenden Aktie zu profitieren oder bereits gehaltene Aktien abzusichern.
Der Kauf eines Puts hat begrenztes Risiko und einen großen Gewinn, wenn die Aktie gegen null fällt. Der Verkauf eines Puts kassiert eine Prämie und verpflichtet Sie, die Aktie bei Zuweisung zum Strike zu kaufen.
Long vs Short — die vier Positionen
„Long“ bedeutet, Sie haben die Option gekauft und Prämie gezahlt; „short“, dass Sie sie verkauft und Prämie samt einer Verpflichtung kassiert haben. Aus der Kombination von Long-/Short-Calls und -Puts lässt sich jede erdenkliche Strategie bauen.
Eine einfache Regel: Käufer haben definiertes Risiko und zahlen für die Chance auf eine große Bewegung; Verkäufer erzielen Einnahmen, gehen aber ein größeres, manchmal unbegrenztes Risiko ein.
- Call = Recht zu kaufen; Put = Recht zu verkaufen, zum Strike.
- Kaufen Sie Calls, wenn bullisch, Puts, wenn bärisch oder zur Absicherung.
- Käufer riskieren nur die Prämie; Verkäufer gehen größere Verpflichtungen ein.
- Jede Strategie wird aus Long-/Short-Calls und -Puts gebaut.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Call- und einer Put-Option?
Eine Call-Option ist das Recht, eine Aktie zum Ausübungspreis zu KAUFEN — Sie kaufen einen Call, wenn Sie steigende Kurse erwarten. Eine Put-Option ist das Recht, zum Ausübungspreis zu VERKAUFEN — Sie kaufen einen Put, wenn Sie fallende Kurse erwarten. Als Käufer von beiden ist das Höchste, das Sie verlieren können, die gezahlte Prämie.
Ist der Kauf eines Puts dasselbe wie ein Leerverkauf?
Beide profitieren von einem Rückgang, aber ein Long Put hat definiertes Risiko (die Prämie) und ein Verfallsdatum, während ein Leerverkauf unbegrenztes Risiko und keinen Verfall hat.
Kann ich mehr verlieren, als ich für einen Call oder Put zahle?
Nein — wenn Sie einen Call oder Put kaufen (long gehen), ist das Höchste, das Sie verlieren können, die Prämie. Beim Verkauf von Optionen können größere Verluste auftreten.
Was passiert, wenn meine Option im Geld verfällt?
Sie wird automatisch ausgeübt: Der Käufer eines Calls erhält Aktien, der eines Puts verkauft Aktien, zum Strike.
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