Margin und Buying Power bei Optionen
Eine der ersten Überraschungen für neue Optionsverkäufer ist die Buying Power: Du verkaufst einen einzelnen Put für 80 $ Prämie und dein Broker reserviert 2.000 $ Kapital. Zu verstehen, wie Margin und Buying Power bei Optionen funktionieren, sagt dir, wie viel du tatsächlich handeln kannst — und verhindert, dass dich ein Margin Call im ungünstigsten Moment aus der Position drängt.
Den Cash Secured Put-Rechner öffnen →Buying Power gegenüber der kassierten Prämie
Long-Optionen zu kaufen ist einfach: Du zahlst die Prämie vollständig, und das ist dein maximaler Verlust, sodass die Reduktion der Buying Power genau den Kosten entspricht. Beim Verkauf von Optionen wird Kapital reserviert, weil dein potenzieller Verlust größer ist als die erhaltene Prämie. Der Broker hält Sicherheiten gegen dieses Risiko zurück.
Wie viel er zurückhält, hängt ganz davon ab, ob das Risiko definiert ist. Eine Position mit definiertem Risiko (ein Spread) deckelt den Verlust, sodass die Sicherheit nur der Breite des Spreads abzüglich der Gutschrift entspricht. Eine Position mit undefiniertem Risiko (eine nackte Option) hat einen weit größeren — manchmal theoretisch unbegrenzten — Verlust, sodass die Reserve deutlich höher ausfällt.
Cash-secured, definiertes Risiko und nackt
Ein cash-secured put reserviert den vollen Strike × 100 in Cash, denn bei Zuteilung musst du die Aktien kaufen. Ein Put mit Strike 30 bindet 3.000 $, obwohl du nur eine kleine Prämie kassiert hast — kein Hebel, kein Margin Call, der sicherste Weg, einen Put zu verkaufen.
In einem Margin-Konto reserviert ein Vertical Spread nur den maximalen Verlust (z. B. bindet ein 5 breiter Put-Spread für eine Gutschrift von 1,50 $ genau 350 $). Ein naked put nutzt stattdessen eine Reg-T-Formel — grob 20 % des Basiswerts abzüglich des Betrags aus dem Geld, plus die Prämie — was ein Vielfaches der Prämie sein kann und steigt, wenn sich die Aktie gegen dich bewegt.
Warum das für die Positionsgröße zählt
Die Buying Power, nicht die Prämie, sind die echten Kosten eines Trades. Zwei Trades, die beide 100 $ kassieren, können 350 $ bzw. 4.000 $ binden — und die Rendite auf das Kapital ist völlig unterschiedlich. Beurteile einen Einkommens-Trade immer an seiner Gutschrift im Verhältnis zur Buying Power, die er verbraucht.
Ein Margin Call tritt ein, wenn Verluste dein Konto unter die Maintenance-Anforderung drücken. Einen gesunden Puffer ungenutzter Buying Power zu halten — sie niemals voll einzusetzen — ist genau das, was dir erlaubt, eine Position zu halten oder anzupassen, statt im ungünstigsten Moment liquidiert zu werden.
- Die Prämie ist dein Einkommen; die Buying Power ist das tatsächlich gebundene Kapital — beurteile Trades an beidem.
- Spreads mit definiertem Risiko reservieren nur den maximalen Verlust; nackte Optionen reservieren einen weit höheren Reg-T-Betrag.
- Ein cash-secured put bindet den vollen Strike in Cash und kann niemals einen Margin Call auslösen.
- Halte immer einen Puffer ungenutzter Buying Power, damit dich eine Bewegung gegen dich nicht zur Liquidation zwingt.
Häufige Fragen
Warum bindet der Verkauf eines einzelnen Puts so viel Buying Power?
Weil dein Risiko weit größer ist als die Prämie. Ein cash-secured put reserviert den vollen Strike × 100 (du musst eventuell die Aktien kaufen); ein naked put auf Margin reserviert einen Reg-T-Betrag (~20 % des Basiswerts, angepasst an die Moneyness). Die Prämie ist klein im Verhältnis zu dieser potenziellen Verpflichtung.
Was ist der Unterschied zwischen cash-secured und Margin bei einem Put?
Cash-secured reserviert 100 % des Strikes in Cash — kein Hebel, kein Margin Call. Auf Margin reserviert der Broker einen kleineren Reg-T-Betrag, was Kapital freisetzt, aber das Risiko eines Margin Calls hinzufügt, falls der Trade gegen dich läuft.
Wie vermeide ich einen Margin Call?
Dimensioniere Positionen nach ihrer Buying-Power-Reduktion, nicht nach der Prämie, und halte einen Puffer ungenutzter Buying Power. Spreads mit definiertem Risiko deckeln die Reserve und den Verlust, was Margin Calls weit unwahrscheinlicher macht als bei nackten Optionen.
Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko. Datenschutzerklärung · AGB.