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Strategie

Straddle vs. Strangle

Von Dennis Bosmans · Aktualisiert June 2026 · 3 Min. Lesezeit · Risikohinweis

Straddle und Strangle sind die zwei klassischen Wege, auf eine große Bewegung zu wetten, ohne eine Richtung zu wählen. Sie sehen ähnlich aus — kaufe einen Call und einen Put — doch die gewählten Strikes verändern Kosten, Break-evens und die nötige Bewegungsgröße.

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Long Straddle vs. Long Strangle im Überblick
Long StraddleLong Strangle
StrikesGleicher Strike (ATM)Zwei OTM-Strikes
KostenHöherNiedriger
Nötige BewegungKleinerGrößer
Break-evensEngerWeiter
Am besten wennScharfe Bewegung erwartetSehr große Bewegung erwartet

Wie jeder aufgebaut ist

Ein Long Straddle kauft einen Call und einen Put zum selben Strike, meist am Geld. Ein Long Strangle kauft einen Call aus dem Geld und einen Put aus dem Geld zu verschiedenen Strikes, die den Kurs einrahmen. Beide profitieren, wenn die Aktie sich weit genug in eine der beiden Richtungen bewegt.

Weil der Strangle günstigere OTM-Optionen nutzt, kostet er weniger zu eröffnen als der Straddle. Diese niedrigeren Kosten sind der Hauptreiz des Strangle — doch sie haben einen Preis, den du bei den Break-evens zahlst.

Kosten gegen die nötige Bewegung

Der Straddle kostet mehr, verdient aber schon bei einer kleineren Bewegung, weil mindestens ein Bein bereits am Geld ist. Der Strangle ist günstiger, braucht aber eine größere Bewegung, bevor eines der OTM-Beine echten Wert hat, sodass seine Break-evens weiter auseinanderliegen.

Beide Strategien werden durch Zeitwertverfall und fallende implizite Volatilität belastet. Du zahlst für zwei Optionen, sodass theta doppelt gegen dich arbeitet, wenn die Aktie stillsteht — weshalb diese Trades meist um einen bekannten Katalysator herum getimt werden.

Wann man welchen nutzt

Wähle einen Straddle, wenn du eine scharfe Bewegung erwartest und die engeren Break-evens willst und bereit bist, dafür mehr zu zahlen. Wähle einen Strangle, wenn du eine sehr große Bewegung erwartest und die Kosten senken willst und akzeptierst, dass die Aktie weiter laufen muss, bevor du profitierst.

Beide sind Long-Volatilitäts-Trades, sie glänzen also, wenn die implizite Volatilität beim Einstieg niedrig ist und wahrscheinlich steigt — nicht, nachdem die IV vor einem Ereignis bereits hochgetrieben wurde, wo ein IV-Crush die korrekt vorhergesagte Bewegung zunichtemachen kann.

Praxisbeispiel. Eine Aktie notiert vor den Quartalszahlen bei 100 $. Der ATM-Straddle (kaufe den 100er Call und den 100er Put) kostet 8,00 $ und profitiert daher unter 92 $ oder über 108 $. Der Strangle (kaufe den 105er Call und den 95er Put) kostet nur 4,00 $, braucht aber die Aktie unter 91 $ oder über 109 $, um auszuzahlen — günstiger im Besitz, aber eine größere Bewegung nötig.
Wichtigste Punkte

Häufige Fragen

Ist ein Straddle oder ein Strangle günstiger?

Ein Strangle ist günstiger, weil er auf beiden Seiten Optionen aus dem Geld nutzt. Der Straddle kostet mehr, weil seine Optionen am Geld mehr Zeitwert tragen.

Welcher braucht eine größere Bewegung zum Profit?

Der Strangle. Seine Break-evens liegen weiter auseinander, sodass die Aktie weiter laufen muss, bevor eines der Beine wertvoll wird. Der Straddle beginnt schon bei einer kleineren Bewegung auszuzahlen.

Wann sollte ich beide meiden?

Meide den Kauf beider, wenn die implizite Volatilität bereits hoch ist — zum Beispiel kurz vor den Quartalszahlen — weil der IV-Crush nach dem Ereignis deinen Gewinn auslöschen kann, selbst wenn die Aktie sich wie erwartet bewegt.

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