European-style option
Eine Option, die nur bei Verfall ausgeübt werden kann — üblich bei Indexoptionen, die meist auch bar abgerechnet werden.
Eine European-style Option lässt sich nur am Verfallstag ausüben, niemals früher. Genau diese Regel unterscheidet sie von der American-style Option, die du an jedem Handelstag ausüben kannst. In der Praxis sind die meisten Aktienoptionen American-style, während breite Indexoptionen wie die auf den S&P 500 (SPX) meist European-style sind. Das Etikett sagt dir also vor allem, ab wann dein Ausübungsrecht tatsächlich greift.
Für Trader vereinfacht das einiges. Da kein Risiko einer vorzeitigen Assignment besteht, kannst du einen verkauften European Call oder Put halten, ohne zu fürchten, dass eine Gegenpartei dich am Vorabend eines Ex-Dividenden-Tages ausübt. Verkaufst du etwa einen Credit Spread auf den SPX, wird die Position erst am Verfall auf Basis des Schlussstands des Index abgerechnet. Bis dahin bestimmen Kurs, Zeit und implied Volatility den Wert.
Der typische Fehler ist die Annahme, jedes indexbezogene Produkt verhalte sich gleich. Manche Index-ETFs haben American-style Optionen, während der bar abgerechnete Index selbst European-style ist. Prüfe die Kontraktspezifikationen, bevor du eine Strategie auf Annahmen zur vorzeitigen Ausübung aufbaust, gerade bei Dividenden oder Pin Risk nahe am Strike.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.