American-style option
Eine Option, die jederzeit bis zum Verfall ausgeübt werden kann — der Standard bei Aktien- und ETF-Optionen.
Eine American-style option lässt sich an jedem Handelstag bis einschließlich zum Verfall ausüben, nicht nur am Verfallstag selbst. Die meisten Einzelaktienoptionen in den USA funktionieren so, breite Indexoptionen dagegen üblicherweise nicht. Diese Flexibilität ist vor allem für den Stillhalter relevant, denn er kann vorzeitig ausgeübt und damit gezwungen werden, früher als gedacht Aktien zu liefern oder abzunehmen.
Der klassische Auslöser ist eine Dividende. Angenommen, du hast einen covered call verkauft und die Aktie steht am Tag vor dem Ex-Dividenden-Termin tief im Geld. Der Käufer des calls übt dann häufig früh aus, um die Dividende mitzunehmen, und deine Aktien werden früher abgerufen als geplant. Auch puts werden mitunter vorzeitig ausgeübt, meist wenn sie deep in the money sind und der Zins auf das frei werdende Kapital den verbleibenden Zeitwert übersteigt.
Der typische Fehler besteht darin, eine vorzeitige Ausübung für unwahrscheinlich zu halten und den Dividendenkalender zu ignorieren. Wer Optionen schreibt, sollte die Ex-Tage im Blick behalten und auf calls achten, deren Restzeitwert fast auf null gefallen ist, denn genau dann lohnt sich für den Inhaber das sofortige Ausüben.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.