Cash settlement
Eine Option bar abrechnen, statt Aktien zu liefern — Standard bei Indexoptionen wie SPX.
Cash Settlement bedeutet, dass bei Verfall einer Option, die in the money ausläuft, keine echten Aktien den Besitzer wechseln. Stattdessen wird die Differenz zwischen Strike und Abrechnungspreis einfach in bar deinem Konto gutgeschrieben oder belastet. So funktionieren die meisten Index-Optionen, etwa auf den DAX oder den S&P 500, weil man einen Index schlicht nicht liefern kann.
Angenommen, du hältst einen Call mit Strike 4000 auf einen bar abgerechneten Index, und er schließt bei Verfall auf 4025. Dann bekommst du einfach 25 Punkte mal dem Kontraktmultiplikator in bar ausgezahlt, und die Position ist erledigt. Du musst nichts am Basiswert kaufen oder verkaufen, und es folgt keine Einbuchung von Aktien, die du danach noch abwickeln müsstest.
Der typische Fehler ist, eine bar abgerechnete Index-Option wie eine Aktienoption zu behandeln. Viele werden auf einen speziellen Eröffnungskurs am Morgen nach dem letzten Handelstag abgerechnet, nicht auf den Freitagsschluss, und manche werden schon einen Tag früher vom Handel genommen. Wer fest mit dem Freitagskurs rechnet, den kann die Lücke zwischen der letzten Handelsmöglichkeit und der tatsächlichen Abrechnung über Nacht kalt erwischen.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.