Black-Scholes model
Die klassische Formel zur Bewertung einer Option aus Kurs, Strike, Zeit, Zinssatz und Volatilität — die Grundlage der Griechen.
Das Black-Scholes-Modell ist eine Formel, die den theoretischen Preis einer europäischen Option aus wenigen Größen berechnet: dem Kurs des Basiswerts, dem Strike, der Restlaufzeit bis zur Expiration, dem risikofreien Zins und der erwarteten Schwankungsbreite des Basiswerts. Statt zu raten, was eine Option kosten sollte, liefert es dir einen Vergleichswert gegenüber dem tatsächlichen Marktpreis.
In der Praxis löst kaum jemand die Gleichung von Hand. Dein Broker oder dein Charting-Programm rechnet sie im Hintergrund, um die Greeks anzuzeigen, sodass du Black-Scholes jedes Mal nutzt, wenn du dir das Delta, Theta oder Vega einer Position ansiehst. Handelt ein Call deutlich über seinem Modellwert, preist der Markt vermutlich mehr erwartete Volatilität ein, als das Modell unterstellt.
Der typische Fehler ist, das Ergebnis für einen garantierten Preis zu halten. Das Modell nimmt eine konstante Volatilität an und ignoriert Dividenden sowie vorzeitige Ausübung, weshalb amerikanische Optionen und reale Märkte oft davon abweichen. Da du die Volatilität selbst eingibst, ist die Zahl nur so gut wie die Schätzung, die du dahinter setzt.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.