LEAPS
Langlaufende Optionen — mit mehr als etwa einem Jahr bis Verfall, oft als günstigerer Aktienersatz genutzt.
LEAPS steht für Long-term Equity AnticiPation Securities, ein formeller Name für Optionen, deren Verfall weit in der Zukunft liegt, meist ein Jahr oder mehr statt nur wenige Wochen. Weil bis zur Expiration so viel Zeit bleibt, verläuft die Theta-Decay anfangs langsam, sodass man nicht so gegen die Uhr kämpft wie bei Wochenkontrakten. Trader nutzen sie oft, um eine langfristige Sicht auf eine Aktie auszudrücken, ohne den vollen Kaufpreis der Aktien zu binden.
Verbreitet ist der Kauf eines deep in the money LEAPS calls mit hohem Delta als Ersatz für den Besitz von 100 Aktien. Verkauft man zusätzlich kurzlaufende Calls dagegen, spricht man von einem poor man's covered call. Statt etwa 18.000 Euro für 100 Aktien eines Titels bei 180 zu zahlen, kauft man einen Call mit 18 Monaten Laufzeit und Strike 120 für einige Tausend Euro und fängt den Großteil des Anstiegs mit weniger Kapital ein.
Zur Vorsicht: Ein LEAPS bleibt eine Option, verliert also an Wert, wenn die Aktie stehen bleibt und die Zeit abläuft, und Dividenden gibt es keine. Langlaufende Kontrakte tragen zudem viel Vega, sodass ein Rückgang der implied volatility die Position belasten kann, selbst wenn sich die Aktie kaum bewegt. Billige out of the money LEAPS wirken wie verlockende Lottoscheine, doch die meisten verfallen wertlos.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.