Weeklys
Optionen, die wöchentlich statt monatlich verfallen — beliebt für kurzfristige Trades und präzises Timing rund um Ereignisse.
Weeklys sind Optionen, die jeden Freitag verfallen, statt nur am dritten Freitag des Monats wie die klassischen Monatskontrakte. Bei liquiden Basiswerten wie SPY, QQQ oder großen Einzelaktien gibt es inzwischen jede Woche einen Verfall, bei den umsatzstärksten Indizes sogar mehrere. Weil einer Weekly nur noch wenige Tage Restlaufzeit bleiben, wird ihr Preis von einer sehr schnellen Theta bestimmt und reagiert heftig auf jede Bewegung des Basiswerts.
In der Praxis greift man zu Weeklys, wenn man eine Meinung zu einem konkreten, kurzfristigen Ereignis hat: Quartalszahlen am Donnerstag, eine Notenbanksitzung oder einfach eine schnelle Richtungswette ins Wochenende. Angenommen, eine Aktie steht bei 100 und du erwartest nach den Zahlen von morgen einen kleinen Sprung. Ein 101er Call mit Verfall am Freitag kostet einen Bruchteil eines Monatscalls, weil kaum Zeitwert enthalten ist. Liegst du richtig, hast du enormen Hebel; bleibt die Bewegung aus, kann die Option an einem einzigen Handelstag fast wertlos werden.
Der typische Fehler ist, günstige Weeklys für risikoarm zu halten. Der schnelle Theta-Zerfall wirkt in beide Richtungen, und die Gamma kurz vor Verfall lässt die Position rund um den Strike wild ausschlagen. Weeklys zu verkaufen, um Prämie einzustreichen, wirkt verlockend, bis ein Gap durch deinen Strike wochenlange kleine Gewinne auf einen Schlag auslöscht.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.