Assignment
Wenn ein Optionsverkäufer den Kontrakt erfüllen muss — die Aktien liefern oder kaufen —, weil der Käufer ausgeübt hat.
Assignment ist das, was dem Verkaufer einer Option passiert, wenn der Kaufer sich zur Ausubung entscheidet. Hast du einen Call geschrieben, wirst du assigned und musst je Kontrakt 100 Aktien zum Strike liefern; hast du einen Put geschrieben, musst du 100 Aktien zum Strike kaufen. Es ist die Kehrseite der Ausubung: der Kaufer entscheidet, und du als Verkaufer hast keinen Einfluss mehr, sobald es passiert.
In der Praxis begegnet man Assignment vor allem uber verkaufte Optionen, die ins Geld laufen. Der Klassiker ist der cash-secured Put: du verkaufst einen Put auf eine Aktie, die du gern besitzen wurdest, kassierst die Premium, und faellt der Kurs unter den Strike, wirst du womoglich assigned und kaufst die Aktien zu diesem Preis. Oft ist genau das der Plan.
Der haufige Fehler ist zu vergessen, dass Optionen amerikanischer Art vorzeitig assigned werden konnen, besonders verkaufte Calls am Tag vor dem Ex-Dividenden-Termin oder tief im Geld liegende Beine eines Spreads. Wird nur ein Bein assigned, haltst du plotzlich uber Nacht eine grosse Aktienposition. Behalte deine verkauften Optionen im Geld gegen Verfall im Auge und rolle oder schliesse sie, bevor das Assignment dich zwingt.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.