Exercise
Das Recht einer Option nutzen — die 100 Aktien zum Strike kaufen (Call) oder verkaufen (Put).
Eine Option auszuüben (exercise) heißt, das Recht, das sie dir gibt, tatsächlich zu nutzen: den Basiswert zum Strike kaufen (beim Call) oder zum Strike verkaufen (beim Put). Nur wer die Option long hält, kann ausüben; der Stillhalter, der sie verkauft hat, wird stattdessen zugeteilt (assigned). Amerikanische Optionen lassen sich an jedem Tag bis zum Verfall ausüben, europäische (meist bar abgerechnete Indexoptionen) nur am Verfallstag selbst.
In der Praxis üben Privatanleger nur selten bewusst aus. Hältst du einen Call, der tief im Geld ist, bringt der Verkauf meist mehr als die Ausübung, weil du sonst den restlichen Zeitwert verschenkst. Ausüben lohnt vor allem, wenn du wirklich eine Aktienposition aufbauen willst oder gelegentlich, um kurz vor dem Ex-Tag eine Dividende mitzunehmen.
Ein häufiger Fehler ist, die automatische Ausübung zu übersehen. Broker üben Optionen, die im Geld verfallen, von selbst aus. So wird aus einem Long Call, den du für wertlos hieltest, plötzlich ein großer Aktienkauf, den du gar nicht bezahlen kannst. Willst du die Aktien nicht, schließe die Position vor dem Verfall, statt sie auslaufen zu lassen.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.