Assignment risk / early assignment
Das Risiko, dass eine verkaufte Option vor Verfall zugeteilt wird — am ehesten bei Calls im Geld rund um eine Dividende.
Assignment tritt ein, wenn der Inhaber einer Option sie ausübt und du als Verkäufer dieser Option den Kontrakt erfüllen musst. Verkaufst du einen Put und wirst assigned, musst du 100 Aktien zum Strike kaufen; verkaufst du einen Call, musst du 100 Aktien liefern. Amerikanische Aktienoptionen können an jedem Handelstag vor dem Verfall zugeteilt werden, daher das Wort early. Den Zeitpunkt bestimmst nicht du, sondern die long positionierte Gegenseite.
In der Praxis häuft sich die vorzeitige Ausübung von Calls rund um die Ex-Dividenden-Termine. Bist du short in einem Call, der in the money steht, und ist der verbleibende extrinsische Wert kleiner als die anstehende Dividende, dann lohnt es sich für den Inhaber, früh auszuüben und die Ausschüttung mitzunehmen. Du bleibst short in der Aktie und musst die Dividende zahlen. Auch tief im Geld liegende Puts werden mitunter früh zugeteilt, wenn kaum noch Zeitwert übrig ist.
Ein häufiger Fehler ist, ein short Bein im Geld über den Ex-Tag hinaus zu halten und es für sicher zu halten, weil der Verfall noch Wochen entfernt ist. Behalte den extrinsischen Wert deiner verkauften Optionen im Blick: schrumpft er gegen null, steigt das Assignment-Risiko. Die Position vorher zu rollen oder zu schließen ist meist günstiger, als am nächsten Morgen mit einer ungewollten Aktienposition und einem Margin Call aufzuwachen.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.