At the money (ATM)
Eine Option, deren Strike beim (oder sehr nahe am) aktuellen Kurs liegt.
Eine Option ist at the money, wenn ihr Strike ungefähr auf dem aktuellen Kurs des Basiswerts liegt. In der Praxis muss das nicht auf den Cent genau stimmen, deshalb versteht man ATM besser als schmale Zone rund um den Spot statt als einen exakten Wert. Call und Put können gleichzeitig ATM sein, denn entscheidend ist der Strike im Verhältnis zum Markt, nicht der Optionstyp.
Hier ist das Verhalten einer Option am ausgewogensten. Das Delta liegt nahe 0,50, die Position gewinnt und verliert also etwa wie eine halbe Aktie je Kursbewegung, während der Zeitwertverfall (theta) und die Empfindlichkeit gegenüber implied volatility (vega) ihr Maximum erreichen. Steht eine Aktie bei 100 und du kaufst den 100er Call, verändert sich sein Wert schon bei kleinen Bewegungen deutlich.
Ein häufiger Fehler ist die Annahme, eine ATM-Option sei günstig, weil sie keinen inneren Wert hat. Ihr Preis besteht komplett aus Zeitwert, und genau der schmilzt zur Fälligkeit hin am schnellsten. Du zahlst also am meisten für Zeit dort, wo sie am zügigsten verfällt, sodass ein seitwärts laufender Markt einen ATM-Long langsam aushöhlen kann, selbst wenn deine Richtung am Ende aufgeht.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.