Implied volatility (IV)
Die Volatilität, die der Markt in eine Option einpreist — wie große Bewegung er erwartet; hohe IV macht Optionen teuer.
Implied Volatility (IV) ist die Erwartung, die der Markt über die Preise der Optionen einpreist, wie stark sich eine Aktie bewegen könnte. Sie sagt nichts über die Richtung, nur über die erwartete Größe der Schwankungen. Ist die IV hoch, sind Optionen teuer, weil Käufer für die Chance auf eine große Bewegung zahlen; ist sie niedrig, ist die Premium günstig.
In der Praxis vergleicht man die aktuelle IV mit ihrer eigenen Historie, meist über IV Rank oder IV Percentile. Notiert eine Aktie normalerweise bei 25% IV, steht aber vor den Quartalszahlen bei 60%, sind Optionen teuer und man neigt eher dazu, Premium zu verkaufen als zu kaufen. Nach der Meldung bricht die IV meist stark ein, der sogenannte IV Crush.
Ein typischer Fehler ist, am Tag vor den Zahlen einen Call zu kaufen, weil man mit einem Anstieg rechnet. Selbst wenn die Richtung stimmt, kann der IV Crush die Premium so stark schrumpfen lassen, dass man trotzdem verliert. Vega zeigt, wie viel deine Position pro Punkt Änderung der IV gewinnt oder verliert, also wisse immer, ob du long oder short Volatilität bist.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.