Ex-dividend date
Der Stichtag, an dem man eine Aktie besitzen muss, um die nächste Dividende zu erhalten — ein wichtiger Termin für das Risiko vorzeitiger Zuteilung bei Calls im Geld.
Der Ex-Dividenden-Tag ist der erste Tag, an dem eine Aktie ohne Anspruch auf die kommende Dividende gehandelt wird. Wer die Aktie an oder nach diesem Tag kauft, bekommt die Dividende nicht mehr, sie geht an den vorherigen Besitzer. Weil dieses Geld das Unternehmen bald verlässt, eröffnet die Aktie am Ex-Tag meist um etwa den Dividendenbetrag niedriger. Für Optionshändler ist das relevant, denn Optionspreise bauen auf dem Aktienkurs auf, und dieser erwartete Kursabschlag ist bereits eingepreist.
In der Praxis ist der Ex-Tag der Moment, an dem Calls amerikanischer Art dem Risiko einer vorzeitigen Ausübung ausgesetzt sind. Liegt ein Call tief im Geld und ist sein verbleibender Zeitwert kleiner als die Dividende, wird ein rationaler Inhaber am Tag vor dem Ex-Tag ausüben, um die Ausschüttung mitzunehmen. Wer diesen Call short ist, kann am nächsten Morgen unerwartet assigned sein.
Ein kurzes Beispiel: Eine Aktie zu 50 Euro zahlt 1 Euro Dividende. Du bist short in einem Call mit Strike 40 mit nur noch 0,30 Euro Zeitwert. Am Abend vor dem Ex-Tag übt die Gegenseite aus, um sich den einen Euro zu sichern, und deine Aktien werden abgerufen. Der typische Fehler ist, die Ex-Tage bei verkauften Calls im Geld zu übersehen; prüfe den Dividendenkalender, bevor er dich überrascht.
← Zurück zum Glossar · Ratgeber · Strategien
Alle Optionsbegriffe
Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.