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Open interest

Die Zahl der aktuell offenen Optionskontrakte an einem Strike — ein Maß dafür, wie stark ein Kontrakt genutzt wird.

Open Interest ist die Zahl der Optionskontrakte eines bestimmten Strikes und Verfallstermins, die aktuell offen sind, also eröffnet, aber noch nicht geschlossen, ausgeübt oder verfallen. Anders als das Volumen, das jeden Morgen bei null startet und sämtliche Trades des Tages zählt, wird Open Interest von Sitzung zu Sitzung fortgeschrieben und verändert sich nur, wenn tatsächlich Kontrakte entstehen oder aufgelöst werden.

In der Praxis nutzt man es vor allem als Maß für Liquidität. Ein Call mit 8.000 Open Interest hat meist engere Bid-Ask-Spreads und füllt leichter als einer mit 12. Nehmen wir den SAP-200-Call mit 25.000 Open Interest und den 205-Call mit nur 40: den 200er handelst du nah am Mid, während dich der 205er einen breiten Spread kostet, um rein- und wieder rauszukommen.

Ein häufiger Fehler ist, steigendes Open Interest automatisch als bullish oder bearish zu deuten. Es sagt nur, dass Positionen aufgebaut werden, nicht welche Seite treibt. Kombiniere es mit Volumen und Kursverlauf und behalte im Kopf, dass hohes Open Interest an einem Strike oft ein Niveau markiert, an dem sich viel Absicherung ballt.

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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.