IV crush
Der scharfe Rückgang der impliziten Volatilität direkt nach einem Ereignis wie Quartalszahlen — er kann den Optionspreis einbrechen lassen, selbst wenn die Aktie in Ihre Richtung läuft.
Ein IV Crush ist der plötzliche Einbruch der implied volatility direkt nach einem geplanten Ereignis, meist einem Earnings-Bericht. In den Tagen davor treibt die Unsicherheit die Premiums nach oben, weil das Vega mit der erwarteten Bewegung steigt. Sobald die Zahlen draußen sind, verschwindet die Unsicherheit, die IV bricht ein und die Optionspreise fallen, selbst wenn sich die Aktie in die von dir vorhergesagte Richtung bewegt.
Genau deshalb kaufen viele Trader vor den Earnings einen Call, tippen die Richtung richtig und verlieren trotzdem. Nehmen wir eine Aktie bei 100 und einen 105er Call, der bei einer IV von 80% 4,00 kostet. Auf gute Nachrichten springt die Aktie auf 104, doch die IV fällt auf 35% und der Call ist nur noch 2,50 wert. Du lagst richtig und bist trotzdem im Minus.
Der typische Fehler ist, den IV Crush als Überraschung zu behandeln statt als bekannte Kostenkomponente. Wer vor einem Ereignis Premium kauft, braucht eine Bewegung, die groß genug ist, um den Volatilitätsrückgang zu schlagen. Verkäufer wollen umgekehrt vom Crush profitieren, tragen dafür aber ein offenes Risiko bei einer echten Überraschung.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.