Pin risk
Die Unsicherheit, wenn eine Aktie bei Verfall genau an Ihrem verkauften Strike schließt — Sie werden womöglich zugeteilt oder nicht, was eine unerwartete Position hinterlässt.
Pin risk ist die Unsicherheit, mit der ein Trader zu kämpfen hat, wenn eine Option zum Verfall genau auf dem Strike landet. Schließt der Basiswert fast exakt auf dem Strike, weißt du wirklich nicht, ob die Option ausgeübt wird oder wertlos verfällt, und damit auch nicht, ob du übers Wochenende Aktien zugeteilt bekommst.
Angenommen, du bist short in einem 50 Call und die Aktie schließt am Verfallsfreitag bei 50,02. Vielleicht wird ausgeübt, vielleicht nicht. Hedgst du in der Annahme der Zuteilung und kaufst Aktien, um glattzustehen, wird der Call aber nicht ausgeübt, stehst du am Montag mit einer ungewollten Position da, die gegen dich eröffnen kann. Dieses unerwartete Richtungsrisiko ist der eigentliche Preis des Pin risk.
Der typische Fehler ist die Annahme, dass alles, was auch nur leicht in the money steht, automatisch ausgeübt wird. Es gibt Gegenausübungen und Bewegungen nach Handelsschluss, deshalb sind Optionen genau at the money die eigentliche Gefahrenzone. Viele Trader schließen ihre Position lieber vor Handelsschluss am Verfallstag, statt darauf zu wetten, wo die Option am Ende hängen bleibt.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.