Box spread
Eine vierbeinige Kombination aus Bull Call Spread und Bear Put Spread, die einen festen Wert fixiert — vor allem als bargeldähnlicher Finanzierungstrade genutzt.
Ein Box Spread verbindet einen Bull Call Spread mit einem Bear Put Spread auf denselben Basiswert, mit denselben zwei Strikes und derselben Fälligkeit. Weil die vier Legs zusammen ein festes Ergebnis einzementieren, egal wohin der Kurs läuft, verhält sich die Position fast wie eine Anleihe: Du weißt heute schon genau, was sie zur Fälligkeit wert ist. Dieser Wert ist schlicht die Differenz zwischen beiden Strikes.
Trader nutzen Boxes vor allem, um innerhalb eines Margin-Kontos Geld zu leihen oder zu verleihen. Eine Box zu verkaufen bringt jetzt Premium und verpflichtet dich, später die Strike-Breite zu zahlen, was faktisch einem kurzfristigen Kredit zu einem impliziten Zinssatz entspricht. Eine Box zu kaufen macht das Gegenteil und parkt Kapital für eine kleine garantierte Rendite. Bei Strikes von 100 und 110 ist die Box zur Fälligkeit 10 wert; kaufst du sie für 9,60, verdienst du die Differenz von 0,40.
Der klassische Fehler ist, eine Box für risikolos zu halten. Bei amerikanischen Optionen kann eine vorzeitige Ausübung die Konstruktion sprengen, und Gebühren plus der Bid-Ask auf vier Legs fressen den winzigen Vorteil oft auf. Nur europäische Indexoptionen mit engen Spreads machen eine Box wirklich sauber, weshalb sich das für Privatanleger selten lohnt.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.