Put-call parity
Die feste Beziehung zwischen Call, Put, Aktie und Strike, die die Preise konsistent hält — bricht man sie, entsteht eine Arbitrage.
Die Put-Call-Parity ist die feste Beziehung zwischen einem Call und einem Put mit gleichem Strike und gleicher Laufzeit. Einfach gesagt: Ein Call plus genug Cash, um die Aktie am Strike zu kaufen, ist am Ende gleich viel wert wie ein Put plus die Aktie selbst. Gerät dieses Gleichgewicht aus dem Takt, lassen sich beide Seiten gegeneinander handeln und ein sicherer Gewinn festzurren, weshalb die Beziehung in liquiden Märkten kaum lange verrutscht.
In der Praxis musst du sie nicht arbitrieren, um von ihr zu profitieren: Sie ist ein Plausibilitätscheck. Notiert ein Call mit Strike 100 bei 6 und der passende Put bei 3, während die Aktie um 100 steht und die Zinsen niedrig sind, sollten diese Preise nahe der Parität liegen. Wirkt ein Put neben seinem Call auffällig billig, sagt dir die Parität, ob das eine echte Chance ist oder nur eine alte oder zu weite Quote.
Der typische Fehler ist, die Lehrbuchformel auf amerikanische Optionen von Dividendenwerten anzuwenden. Sauber gilt die Parität für europäische Optionen; vorzeitige Ausübung und Dividenden treiben beide Seiten auseinander, eine Lücke ist also nicht immer geschenktes Geld. Nimm die Parität als Richtwert, nicht als Versprechen.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.