Collar
Aktien halten und dabei einen Protective Put kaufen und einen Covered Call verkaufen — der Call finanziert den Put und begrenzt Verlust wie Gewinn.
Ein Collar ist eine Schutzkonstruktion um Aktien, die du bereits besitzt. Du behältst die Stücke, kaufst einen Put unter dem aktuellen Kurs, um dein Verlustrisiko zu begrenzen, und verkaufst einen Call darüber, um diesen Schutz zu finanzieren. Die Premium aus dem verkauften Call deckt meist einen großen Teil oder sogar die gesamten Kosten des Puts, weshalb sich ein Collar oft nahezu kostenlos aufsetzen lässt.
Angenommen, du hältst 100 Aktien zu 50. Du könntest den 45er Put kaufen und den 55er Call verkaufen, beide mit Laufzeit von einigen Monaten. Unter 45 ist der Verlust gedeckelt, über 55 ist der Gewinn begrenzt und die Aktien werden angedient. Dazwischen läufst du einfach mit dem Kurs mit. So überstehst du eine unsichere Phase, ohne voll im Risiko zu stehen.
Der typische Fehler ist, den Collar nur als Versicherung zu sehen und den verkauften Call zu vergessen. Steigt die Aktie über deinen Short-Strike, gibst du entweder die Stücke ab oder musst den Call mit Verlust zurückkaufen. Setze den Call-Strike dorthin, wo du wirklich gern verkaufen würdest, nicht einfach dorthin, wo die Premium am schönsten aussieht.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.