Diagonal spread
Ein Calendar Spread mit unterschiedlichen Strikes und Verfällen — teils gerichtete, teils Zeitverfall-Wette.
Ein Diagonal Spread kombiniert zwei Optionen desselben Typs: Du kaufst einen Strike und verkaufst einen anderen, doch die beiden Legs haben zusätzlich unterschiedliche Verfallstermine. Genau diese Mischung aus verschiedenen Strikes und verschiedenen Daten macht ihn "diagonal" und eben nicht vertical (gleiches Datum) oder horizontal (gleicher Strike). Meist baust du ihn aus einer langlaufenden Option, die du hältst, und einer kurzlaufenden Option, die du dagegen verkaufst.
In der Praxis ist es eine Methode, wiederholt Premium einzunehmen und dabei eine Richtungswette zu behalten. Ein gängiges Beispiel: Kauf eines Calls auf 100 mit 90 Tagen Laufzeit und Verkauf eines Calls auf 105 mit 30 Tagen. Läuft die kurze Option aus, verkaufst du Monat für Monat einen neuen kurzen Call gegen den Long und senkst so deine Nettokosten. Die kurze Leg bezahlt das Theta, das sonst deine Long-Position auffressen würde.
Der klassische Fehler ist ein zu niedrig gewählter kurzer Strike. Schießt der Kurs über deinen Short Strike, bevor die nahe Option ausläuft, wird der Gewinn der Long Leg gedeckelt und die Position lässt sich nur mühsam steuern. Lass dir Spielraum und achte darauf, dass die lange Option noch genug Zeitwert hat, damit die Struktur weiter trägt.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.