Iron butterfly
Ein Short Straddle mit schützenden Flügeln — eine vierbeinige Wette mit definiertem Risiko darauf, dass die Aktie nahe einem Strike bleibt.
Ein Iron Butterfly ist eine Strategie aus vier Legs, die du für einen Netto-Credit eröffnest. Du verkaufst einen at-the-money Call und Put (den Körper) und kaufst gleichzeitig einen weiter entfernten Call und Put (die Flügel), um das Risiko zu begrenzen. Im Kern ist es ein Short Straddle mit eingebauter Versicherung, und Trader greifen dazu, wenn sie eine Aktie erwarten, die stillsteht, und eine abkühlende Volatilität.
Nehmen wir eine Aktie bei 100. Du verkaufst den 100er Call und Put und kaufst den 110er Call sowie den 90er Put. Die kassierte Prämie ist dein maximaler Gewinn, den du aber nur voll erzielst, wenn die Aktie zum Verfall exakt bei 100 schließt. Jeder Tag ohne Bewegung lässt den Zeitwert (Theta) für dich arbeiten, während die gekauften Flügel den maximalen Verlust festnageln.
Der klassische Fehler ist, diese fette Prämie für leichtes Geld zu halten. Die Gewinnzone ist schmal, deshalb löscht schon eine mäßige Bewegung gegen dich den Credit rasch aus. Viele eröffnen sie zudem kurz vor Quartalszahlen, wo der erhoffte Rückgang der impliziten Volatilität vom tatsächlichen Kurssprung überrollt wird.
← Zurück zum Glossar · Ratgeber · Strategien
Alle Optionsbegriffe
Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.