Ratio spread
Ein Spread, bei dem mehr Optionen verkauft als gekauft werden — er kassiert Extra-Prämie, lässt aber etwas ungedecktes Risiko.
Ein Ratio Spread ist eine Optionsposition, bei der du eine ungleiche Anzahl an Kontrakten auf verschiedenen Strikes kaufst und verkaufst, meist mehr verkauft als gekauft. Die klassische Variante ist der 1x2 Call Ratio Spread: Du kaufst einen Call näher an der Money und verkaufst zwei Calls auf einem höheren Strike. Der zusätzliche Short Call finanziert häufig den Long Call, sodass du die Position für ein kleines Debit oder sogar für ein Credit aufsetzen kannst.
In der Praxis nutzt man das, wenn man eine Bewegung bis zu einem Ziel erwartet, aber nicht viel darüber hinaus. Angenommen, eine Aktie steht bei 100. Du kaufst den 105 Call und verkaufst zwei 110 Calls. Läuft die Aktie bis zur Expiration auf 110, holst du den maximalen Gewinn. Der Haken ist der nackte Short Call über 110: darüber wachsen deine Verluste ohne Deckel, eine scharfe Rally arbeitet also gegen dich.
Der typische Fehler ist, das Ganze als billige Richtungswette zu sehen und den ungedeckten Schenkel zu vergessen. Kenne immer deinen oberen Breakeven und wähle die Positionsgröße so, dass ein Gap durch die Short Strikes das Konto nicht sprengt. Viele bleiben bei einer 1x2 statt 1x3 Ratio, um dieses offene Risiko zu begrenzen.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.