Synthetic position
Optionen (und manchmal Aktien) kombinieren, um das Auszahlungsprofil eines anderen Instruments nachzubilden — z. B. verhält sich ein Call plus verkaufter Put wie eine Long-Aktie.
Eine synthetische Position bildet mit Optionen (und manchmal Aktien) das Auszahlungsprofil eines anderen Instruments nach. Die Grundlage ist die Put-Call-Parität: ein long Call plus ein short Put mit gleichem Strike und Verfall verhält sich fast genauso wie 100 Aktien im Depot. Vertauscht man die Legs, entsteht aus denselben Bausteinen ein Leerverkauf, ein Covered Call oder ein Protective Put.
Trader greifen zu Synthetics, wenn der direkte Weg umständlich oder teuer ist. Sind Aktien schwer zu leihen, liefert ein synthetischer Short (short Call plus long Put) dieselbe Richtungswette, ohne Stücke beschaffen zu müssen. Market Maker nutzen sie außerdem, um eine Arbitrage festzuzurren oder eine Position zu verschieben, ohne jede Leg aufzulösen.
Der typische Fehler ist zu glauben, eine Synthetic sei umsonst. Du zahlst weiterhin zwei Premiums, trägst Assignment-Risiko auf der Short-Leg und hinterlegst dieselbe Margin wie beim echten Instrument. Dividenden und vorzeitige Ausübung können die saubere Parität aufbrechen, also prüfe Leihkosten und Ex-Dividenden-Termin, bevor du beide als austauschbar behandelst.
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Nur zu Bildungszwecken. Kurse sind ca. 15 Minuten verzögert und nichts hier ist Finanzberatung. Optionshandel birgt ein erhebliches Verlustrisiko.