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Call Diagonal Spread Rechner

Von Yojana Mandon · Aktualisiert June 2026 · 2 Min. Lesezeit · Risikohinweis

Ein Call Diagonal kauft einen längerfristigen Call und verkauft einen kürzer laufenden Call mit höherem Strike dagegen. Es ist die Struktur hinter dem Poor Man’s Covered Call: gehebelt, einkommensgenerierend und mehrfach-Verfall.

Interaktiver Rechner

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Wichtigste Merkmale

Wie ein Call Diagonal funktioniert

Sie kaufen einen langlaufenden Call als günstigeren Ersatz für 100 Aktien und verkaufen dann einen kürzer laufenden Call mit höherem Strike, um Prämie zu kassieren — wie ein Covered Call, aber auf einen Call statt auf Aktien. Die zwei unterschiedlichen Strikes und Verfälle machen ihn „diagonal“.

In jedem Zyklus lassen Sie den verkauften Call verfallen (oder rollen ihn), behalten die Prämie und senken die Kosten des langen Calls, während der lange Call Ihnen Aufwärtsexposure für einen Bruchteil des Kapitals des Aktienbesitzes gibt.

Risiken und Management

Halten Sie den verkauften Strike über Ihrem langen Strike, damit der Spread sich nie in einen sicheren Verlust verkehren kann. Die Hauptrisiken sind ein scharfer Rückgang (der lange Call verliert an Wert) und ein Rückgang der impliziten Volatilität, der das längerfristige Bein am meisten trifft.

Steigt die Aktie durch den verkauften Strike, rollen Sie den verkauften Call nach oben und hinten, um Zeit zu gewinnen, statt Ihren langen Call zu früh begrenzen zu lassen.

Bei den Griechen ist der Call Diagonal Spread nahezu vega-neutral, sodass Änderungen der impliziten Volatilität kaum Netto-Wirkung haben, und theta-negativ, sodass der Zeitwertverfall an ihr zehrt und die Bewegung relativ bald kommen muss.

Praxisbeispiel. Eine Aktie notiert bei 100 $. Sie kaufen den 90-$-Call mit 120 Tagen für 13 $ und verkaufen den 105-$-Call mit 30 Tagen für 1,50 $, ein Netto-Debit von 11,50 $ (1.150 $). Driftet die Aktie Richtung 105 $, während der verkaufte Call wertlos verfällt, behalten Sie die 150 $ und halten weiter den langen Call — dann verkaufen Sie im nächsten Zyklus einen weiteren kurzen Call.
Beispielhaftes Call Diagonal Spread-Auszahlungsprofil bei Verfall — nur zur Veranschaulichung; nutzen Sie den Live-Rechner oben für echte Preise.
Beispielhaftes Call Diagonal Spread-Auszahlungsprofil bei Verfall — nur zur Veranschaulichung; nutzen Sie den Live-Rechner oben für echte Preise.

Die Position managen und häufige Fehler

Gewinne bei einem Call Diagonal Spread werden typischerweise mitgenommen, wenn die Position etwa 50 bis 70 Prozent ihres theoretischen Maximalwerts erreicht hat — deutlich vor dem Verfall des short Calls. Die Logik der Strategie basiert darauf, dass der short Call schneller an Wert verliert als der long Call, und dieser Effekt entfaltet sich am besten, wenn der Basiswert zum Verfallstermin des short Calls nahe oder leicht unterhalb des short Strikes notiert. Genau dann ist der Spread am meisten wert. Die meisten erfahrenen Trader schließen in diesem Moment die gesamte Position, statt den short Call verfallen zu lassen und mit einem nackten long Call zurückzubleiben, der erst weiter steigen müsste, um den Break-even zu erreichen.

Das Rollen des short Calls ist die häufigste Anpassung. Steigt der Basiswert stark auf den short Strike zu oder darüber hinaus, kauft man den auslaufenden short Call zurück und verkauft einen neuen — am gleichen oder einem höheren Strike im nächsten Monatszyklus — und strebt dabei idealerweise eine Netto-Prämie an. Damit stellt man den Theta-Ernte-Mechanismus wieder her, der den Kern des Trades bildet. Fällt die Aktie dagegen scharf, verliert der short Call rasch an Wert, was kurzfristig gut für das P&L ist — doch der long Call verliert gleichzeitig Delta und Vega, sodass ein zu langes Halten in einem fallenden Markt aus einem schnellen Gewinn einen schleichenden Verlust macht. Man sollte die Position schließen, wenn ihr Wert auf etwa 25 Prozent des ursprünglich gezahlten Debits gefallen ist.

Der häufigste Anfängerfehler ist eine unachtsame Wahl der Verfallstermine. Einen short Call zu verkaufen, der zu nah am Verfall des long Calls liegt, hebt den Kalendereffekt auf und lässt kaum Raum dafür, dass der Unterschied in der impliziten Volatilität wirkt. Liquidität ist eine weitere Falle: Bei Basiswerten mit geringem Optionshandelsvolumen sind die Geld-Brief-Spannen beider Beine weit, und beide gleichzeitig zu einem fairen Preis zu handeln ist schwierig. Immer Limit-Orders verwenden und den Spread als Einheit auf Plattformen quotieren, die das unterstützen. Außerdem sollte man das Risiko einer frühen Assignment im Blick behalten, wenn der short Call tief ins Geld läuft — besonders rund um Ex-Dividenden-Termine. Eine frühe Assignment am short Bein, solange der long Call noch offen ist, verwandelt den risikodefinierten Diagonal Spread vorübergehend in eine nackte long Call Exposure, bis die Abwicklung abgeschlossen ist.

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Wichtigste Punkte
Aktien, die aktuell zu einem Call Diagonal Spread passen
META, GOOGL, AVGO, CRM, PLTR, WFC, GS, MA, KO, WMT, SBUX, XOM, BABA, MARA

Häufige Fragen

Ist ein Call Diagonal dasselbe wie ein Poor Man’s Covered Call?

Im Grunde ja — ein PMCC ist ein Call Diagonal, dessen langes Bein ein tief im Geld liegender LEAPS als Aktienersatz ist.

Was ist der maximale Verlust?

Das Netto-Debit, das Sie zur Eröffnung der Diagonale zahlen — der lange Call definiert und begrenzt Ihr Risiko.

Warum zwei unterschiedliche Verfälle?

Der kurzfristige Call verfällt schneller als der langfristige, sodass Sie diesen schnelleren Verfall je Zyklus ernten und gleichzeitig das längerfristige Potenzial behalten.

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